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Integration 2

Integration 2

Gedanken zur öffentlichen Veranstaltung des Tübinger arbeitslosen treff in kooperation mit dem Tübinger Asyl Zentrum aus der Reihe “Wie sozial ist das soziale Tübingen?” in kooperation mit der evangelischen Stiftskirche Tübingen.

Mittwoch, 15. Mai 2019, 18 Uhr 30

Vom geplanten Kleinen Saal verlegt in den Oberen Seminar Raum, Gemeindehaus Lamm, Am Markt 7, Tübingen

Zugehörig geworden? Zur Integration der nach Tübingen geflohenen Menschen

Mit

  • Daniela Harsch
  • Sabine Oehler
  • Bernward Hecke
  • Ruben Malina

Moderation

  • Peter Ott
  • Matthias Möhring-Hesse
  • Karl Kleinknecht

Plakatbeauftragter

  • Fabian Everding

Mit blick vom balkon der synagoge über die dächer der alt stadt auf augenklinik und psychiatrie auf der gegen über liegenden höhe

(Für diese einladung Verantwortlicher im Sinne des Presserechts: Fabian Everding, Tübinger Arbeitslosen Treff e. V., Neckarhalde 40, Tübingen 72070)

Meine Gedanken zu Vortrag und Diskussion

Jede gemeinschaft hat inner und außer halb menschen, die einen anderen glauben haben oder entwickeln.

Allgemein geht es bei der frage der integration darum, wie menschen mit unter schiedlichen glauben, göttern, kulturen und zungen möglichst friedlich zusammen leben können.

Dazu gibt es viele verschiedene werkzeuge. Wir sollten also viel gleisig fahren und möglichst alle chancen nutzen:

  • integration
  • inklusion
  • einschluss, gefängnis
  • ausschluss, abschiebung
  • einladung
  • vertreibung
  • einbürgerung
  • ausbürgerung
  • internierung
  • concentration
  • ghettoisierung, stadtteil neben stadtteil
  • dorf neben dorf
  • krankenhaus
  • psychiatrie
  • zufluchts städte mit richtern wie im alten Israel
  • adoption
  • patenschaft
  • ehebündnis
  • bordell
  • assimilation
  • multi kulti
  • armee
  • gäste auf zeit
  • geiseln zum austausch oder als druckmittel oder garantie
  • gemein nützige betriebe
  • gewerbliche betriebe
  • waisenhäuser
  • kinderdörfer
  • pflegeheime
  • betreuer
  • vormunde

Jede einzelne seele sollte individuell nach ihren fähigkeiten, bedütfnissen und wünschen behandelt werden.

Die offiziellen asyl verfahren nutzen unsere richter nur ausnahms weise. Ich halte es nicht für optimal, wenn verwalter und amtsleute tiefgreifend in das leben von menschen eingreifen und über deren beachäftigung, aufenthalt und status bestimmen, ohne verantwortung dafür zu tragen.

Am schlimmsten ist es, wenn menschen von einem verantwortlichen zum nächsten weiter gereicht werden wie tiere oder dinge, ohne dass irgend jemand bereit oder fähig ist, verantwortung für seine menschen zu übernehmen.

Im alten Israel gab es für alle verfolgten richter und zufluchts städte. Die richter waren bis zu ihrem tod für ihre flüchtlinge verantwortlich und die flüchtlinge mussten sich ihrem richter unter ordnen und einschränkungen ihrer freiheiten akzeptieren. Sie waren keine vollbürger.

Man könnte dafür spezielle freiheits oder friedens richter ausbilden und als kommandanten in lagern ghettos, gefängnissen, krankenhäusern, gemein nützigen betrieben, psychiatrien, dörfern, siedlungen und so weiter einsetzen, damit die kosten im rahmen bleiben, die verantwortung klar geregelt ist und die verfahren überschaubar bleiben.

Auch die motive, fähigkeiten, bedürfnisse und wünsche aller haupt und ehren amtlichen betreuer und helfer sollten individuell stärker berücksichtigt werden. Die einen suchen vielleicht tiefere freundschaften bis hin zu patenschaft, adoption oder ehebündnis, andere sehen ihre aufgabe eher sachlich und wollen oder können keine großen emotionen in ihre “kunden” investieren, was auch tatsächlich sehr belasten kann. Die ersten sollten sich intensiver um wenige aber beständige menschen kümmern können, die anderen können sich um mehr und öfter wechselnde menschen kümmern. Sonst werden auch die helfer bald überfordert und enttäuscht.

Die frage ist auch, in welche gemeinschaft(en) wir zuflucht suchende integrieren wollen?

  • unseren staat
  • unsere wirtschaft
  • unsere kultur
  • unser volk
  • unsere völker
  • unsere sippen
  • unsere stämme
  • unsere religionen und parteien
  • unsere zungen
  • unsere familien
  • unsere freunde

Denn wir menschen sind alle soziale wesen und brauchen mehr oder weniger gemeinschaft, von anders UND gleich gläubigen. Sonst werden wir schnell unglücklich und krank.

Ich habe bei der letzten veranstaltung den Tübinger Landrat Joachim Walter (CDU) gefragt, welche gemeinschaft ihm am wichtigsten wäre, wenn ich ihn in Jehovahs Staat und Königreich Zsion integrieren wollte. Da hat er mir geantwortet, sein freundeskreis sei ihm am wichtigsten.

Auf keinen fall solten wir versuchen alle zu einem teil von uns machen zu wollen und raum schaffen für all die jenigen, die lieber unter sich bleiben, um möglichst bald in ihre heimat zurück zu kehren oder in andere länder weiter zu reisen.

Es geht hier auch um unsere religiöse, politische und kulturelle identität.

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