Hallel

Schweizer Psalm 2019

Inspiriert vom Schweizerpsalm von Leonhard Widmer 1840 und Alberich Zwyssig 1841 und dessen Melodie “Diligam te Domine” von 1835

Die Hymne soll im Gesangbuch der Evangelisch-reformierten Kirchen der deutschsprachigen Schweiz unter der Nummer 519 und im katholischen Kirchengesangbuch unter der Nummer 563 zu finden sein.

Uwe 2020

1

Trittst im lichten morgen roth daher

seh ich dich im strahlen meer,

dich du hoch erhabener

Herrlicher!

Und ich such in seinem Strahlenmeer

Dich, du Herrlicher!

Wenn der (Alpen) firn sich röthet,

bethet freie Gläubige! Bethet.

Nahe, nahe ist euch gott

In der Berge Morgenrot!

Ja, die fromme Seele ahnt,

Eure fromme seele ahnt

Gott im hehren mutter lande

Gott im hehren mutter Zsion staate.

2

Trittst im Abendglüh’n daher,

          Ewig Liebender!

Und ich suche dich im Sternenheer,

          Menschenfreundlicher!

In des Himmels Räumen

Soll ich selig träumen,

Träumen von der Gottheit Ruf,

Die mich ewig frei erschuf.

Ja, die fromme Seele ahnt

Gott im hehren mutter land!

3

Kommst im Abendglüh’n daher

Find’ ich dich im Sternenheer,

Dich du Menschenfreundlicher!

          Liebender!

In des Himmels lichten Räumen

Kann ich froh und selig träumen.

Denn die fromme Seele ahnt

Gott im hehren mutter land!

4

Trittst im grauen Nebelmeer,

          Gott, verhüllt daher!

Und ich suche dich im Wolken heer,

          Unergründlicher!

Aus dem Luft gebilde

Tritt die Sonne milde.

Grüsset, grüssest froh das Licht,

Das für euch durch Wolken bricht!

Ja, die fromme Seele ahnt

Gott im hehren mutter lande!

5

Ziehst im Nebelflor daher

Such’ ich dich im Wolkenmeer,

Dich du Unergründlicher!

          Ewiger!

Aus dem grauen Luftgebilde

Bricht die Sonne klar und milde,

Und die fromme Seele ahnt

Gott im hehren mutter land.

6

Trittst im wilden Sturm daher,

          Starker Waltender!

Und ich suche bei Dir Hülf’ und Wehr,

          Allerrettender!

Wenn es ringsum wittert,

Berg und Tal erzittert,

Fass’ ich frohen, frischen Mut,

Gott, der Väter Gott, ist gut!

Ja, die fromme Seele ahnt

Gott im hehren mutter land!

7

Fährst im wilden Sturm daher

Bist du selbst uns Hort und Wehr,

Du, allmächtig Waltender!

          Rettender!

In Gewitternacht und Grauen

Lasst uns kindlich ihm vertrauen!

Ja, die fromme Seele ahnt

Gott im hehren mutter land.

8

Trittst im Morgenrot daher,

Seh’ ich dich im Strahlenmeer,

Dich, du Hocherhabener, Herrlicher!

Wenn der Alpenfirn sich rötet,

Betet, freie gläubige, betet!

Eure fromme Seele ahnt

Eure fromme Seele ahnt

Gott im hehren mutter land,

Gott, den Herrn, im hehren Vaterland.

9

Kommst im Abendglühn daher,

Find’ ich dich im Sternenheer,

Dich, du Menschenfreundlicher, Liebender!

In des Himmels lichten Räumen

Kann ich froh und selig träumen!

Denn die fromme Seele ahnt,

Denn die fromme Seele ahnt

Gott im hehren mutter land,

Gott, den Herrn, im hehren mutter land.

10

Ziehst im Nebelflor daher,

Such’ ich dich im Wolkenmeer,

Dich, du Unergründlicher, Ewiger!

Aus dem grauen Luftgebilde

Tritt die Sonne klar und milde,

Und die fromme Seele ahnt

Und die fromme Seele ahnt

Gott im hehren mutter land,

Gott, den Herrn, im hehren mutter land.

11

Fährst im wilden Sturm daher,

Bist du selbst uns Hort und Wehr,

Du, allmächtig Waltender, Rettender!

In Gewitternacht und Grauen

Lasst uns kindlich ihm vertrauen!

Ja, die fromme Seele ahnt,

Ja, die fromme Seele ahnt

Gott im hehren mutter land,

Gott, den Herrn, im hehren mutter land.

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