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Seele um Seele, Auge um Auge, Zahn um Zahn

Dieses rechts prinzip sagt nicht, dass man sich rächen muss, wenn man geschädigt wird, indem man gleiches mit gleichem vergilt, denn dabei würde der schaden sowie die zahl der geschädigten ja bestenfalls verdoppelt.

Wenn ein mörder getötet wird, hat weder die gemeinschaft des ermordeten noch die gemeinschaft des mörders irgend einen nutzen davon.

Wenn ein täter inhaftiert wird haben weder seine eigene gemeinschaft noch die jenige seines geschädigten einen nutzen davon, im gegenteil müssen jetzt beide auch noch für seinen unterhalt im gefängnis mit bezahlen.

Sondern dieses prinzip erfordert die annehmbare und faire entschädigung aller geschädigten.

Wem eine seele getötet wurde, darf vom täter eine andere seele aus den reihen seiner gemeinschaften als ersatz erwarten, aber natürlich nicht gegen deren willen, sondern nur mit deren ausdrücklicher einwilligung, ihre gemeinschaft zu wechseln. Denn eine an ihren “vorbesitzer” gebundene seele wird dem neuen kaum freude bereiten.

Wer verwundet wurde, darf eine entsprechende hilfe erwarten, mit der er den schaden dauerhaft ausgleichen kann oder einen helfer oder diener bezahlen kann.

Eine seele kann nie durch fleisch alleine ausgeglichen werden, kein geld der welt kann eine liebe oder einen freund ersetzen!

Eine seele kann fleisch ersetzen, aber kein fleisch kann eine seele alleine ersetzen!

Eine seele wird eine andere nur selten vollkommen ersetzen oder gar übertreffen können.

Wenn dieses prinzip richtig angewendet wird, bringt sie dem täter frieden und verzeihung und ein gutes gewissen und dem geschädigten mehr oder weniger guten trost.

Wer das prinzip dagegen zu blutrache missbraucht, wird weder gerechtigkeit noch frieden finden.

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